MUXELHOF

Stories

Erbe. Leidenschaft. Verantwortung.

Menschen wie Stefan Muxel definieren Erfolg am empfundenen Glück.

So war es für den 4-Sterne-Hotellier und Gastgeber im Hotel Mohnenfluh in Oberlech ein lang gehegter Traum, die Natur, die er liebt und die Heimat, die ihn erdet verantwortungsvoll zu pflegen – und einen aktiven Beitrag zum landwirtschaftlichen Kulturerbe zu leisten. So ist der Hotelier seit 2012 auch Bergbauern.Aus Überzeugung und mit Herz und Seele. Mit respektvollem Geben und Nehmen und ganz viel Authentizität und Ruhe bewirtschaftet er seinen Muxelhof … und erzählt im LA LOUPE über seine Entscheidung und seine ehrliche Freude

Muxelhof

ein kleines Paradies

Glückliche Tiere. Intakte Natur. Begeisternde Begegnungen.

Was heute ein stolzes Erbe, ein Ruhepol und lebendiger Tummelplatz ist, war früher Existenzgrundlage. „Das Leben auf dem Schloss“, wie Oberlech früher genannt wurde, war nicht leicht. Und auch heute noch ist der Muxelhof auf 1.750 Metern Seehöhe der höchste ganzjährig bewirtschaftete landwirtschaftliche Betrieb in Vorarlberg.

Die Geschichte reicht weit zurück: Bereits 1660 wurde der Bauernhof erstmals urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde das „Schlössle“ von verschiedenen Walser Familien bewohnt und bewirtschaftet.

1872 heiratete Anna Maria Gassner den Sohn Johann Engelbert Strolz. Deren jüngste Tochter Germana übernahm das Anwesen und heiratete Josef Muxel, gb. 1888, womit die Familie Muxel Einzug ins „Schlössle“ hielt.

Bis heute blieb der Hof in Familienbesitz – und erst vor wenigen Jahren erwarb Stefan Muxel, Ihr Gastgeber im Hotel Mohnenfluh, den Hof von seinem Cousin.

Damit verwirklichte er seinen lang gehegten Traum vom „Muxelhof“, der heute von ihm persönlich traditionell und nachhaltig geführt wird. Als Bergbauer aus Leidenschaft und Überzeugung kultiviert er hier ein Stück Paradies für Mensch und Tier – und das gesunde, respektvolle Füreinander.


Im Gespräch mit

Heinrich Muxel

1927 als jüngstes von 5 Kindern in Oberlech geboren, die Eltern Germana und Josef waren Bergbauern.

Frage: Ein altes Volkslied beginnt so „Uf da Berg, isch mir Leba, uf da Berg, frei und froh“. War Ihr Leben in den Berger immer frei und froh? HM: Mein Leben hat sich meistens draußen abgespielt, soviel Zeit in der Natur verbringen zu dürfen, meine Frau Margarete an meiner Seite zu wissen war sicher ein Glück.

Frage: Wie haben Sie Ihre Kindheit erlebt? HM: Schön, hart und kurz. Schon mit 14 Jahren arbeitete ich bereits als Hirte und Senn auf der Alpe Gaisbühel. Mit 16 war sie abrupt zu Ende, weil ich zur Wehrmacht eingezogen wurde.

Frage: Sie sind danach 50 Jahre als Skilehrer über die Pisten und Tiefschneehänge des Arlbergs gefahren, waren im Sommer als Senn auf der Gaisbühel, was geben Ihnen die Berge heute? HM: Meine Ski hab ich 2010 ins Eck gestellt, aber die Stöcke kann ich noch zum Winterwandern brauchen. Ich bin froh, dass ich noch in der Natur unterwegs sein kann, den Kreislauf beobachten und im Gehen lässt sich gut denken.

Frage: Hätten Sie noch ein Erfolgsrezept für sicheres Skifahren abseits der Pisten? HM: Leider nein, denn es gibt keine Patentlösung gegen Lawinen. Außer Respekt vor dem Berg, Zurückhaltung in der Tourenwahl und dem Verzicht auf den „Superhang“ bei nicht ganz sicheren Schneeverhältnissen.

Frage: Wo sehen Sie die Grenzen/Zukunft des Tourismus? HM: Die Natur schützen und pflegen.

Frage: Gibt es ein Lebensmotto, dem sie gefolgt sind? HM: Bescheidenheit und Zufriedenheit

Frage: Sie feierten diesen Sommer Ihren 85igsten Geburtstag. Was wünschen Sie sich? HM: Gesundheit und vielleicht noch ein paar Jährchen im Kreise meiner Familie und dass sich die Mohnenfluh und der Muxelhof weiterhin so gut entwickeln.